Archiv der Kategorie: Vertreter-Wahl 2015

Vertreterwahl 2015

Jahresfazit von Dietmar Königsdorf

Marienfelder Einfalt oder Vielfalt

Die Jahreshauptversammlung im Juni 2019 liegt hinter uns. Der Sommer war heiß und unerbittlich. Etwas Abkühlung brachte den Bewohnern nur unser alter Baumbestand. Da taucht die Frage auf, wie geht es weiter mit den Gremien: Vorstand, Aufsichtsrat und uns als Genossenschaftsmitgliedern.

Was das Bauen und Sanieren anbetrifft, sieht es vordergründig gut aus. Schöneiche wird fertiggestellt werden. Weiterer Neubau auf freien Flächen ist geplant. Leider auch das Bauvorhaben „Marienfelder Vielfalt“. Hier wird auf genehmigte Bebauungspläne der siebziger Jahre keine Rücksicht mehr genommen. Sie werden mithilfe der Politik außer Kraft gesetzt. Unter dem Vorwand, dringenden Wohnungsbedarf abzudecken, werden alte Gesetze außer Kraft gesetzt. Diese Not ist nachvollziehbar aber sie rechtfertigt zur Zeit überall in der Stadt zusätzliche Verdichtungsmaßnahmen (Gentrifizierung). Ohne auf die dort wohnenden Menschen Rücksicht zu nehmen!

Dietmar Königsdorf in seinem Wahlkreis als Bauteilvertreter
Dietmar Königsdorf in seinem Wahlkreis als Bauteilvertreter

Verwundert reiben sich Politiker ihre Augen, wenn es Proteste in sehr unterschiedlichen Formen gibt. Diejenigen, die sich zur Wehr setzen, werden mit starken Kraftaufwand der Medien verteufelt. Politisch Andersdenkende und damit ca. 20% der Bevölkerung werden als undemokratisch verteufelt. Mich erinnert das an die 80iger Jahre, wo die heutigen „Grünen“ sich von der SPD abspalteten, weil es nicht mehr ihr Zuhause war. Kein Mensch wollte mit ihnen politisch etwas zu tun haben. Vergessen sind die Worte von Willy Brand: „Mehr Demokratie wagen“. Zu dieser Zeit gab es einen Run in die Organisationen und einen geballten Widerstand. Heute werden Menschen, die eine andere Meinung vertreten, vorzugsweise durch polarisierende Äußerungen bekämpft. Andersdenkende werden in den Medien lächerlich gemacht oder als unglaubwürdig gekennzeichnet, als ob sie für eine verfehlte Wohnungspolitik die Schuld tragen. Sie wollen einfach nicht noch mehr zusammen rücken müssen und auf Häuserwände blicken, wenn sie zukünftig aus ihren Fenstern schauen.

Nicht zuhören wollen, was die Menschen bedrückt oder wie sie wohnen wollen ist kein ehrliches Miteinander. In den verantwortlichen Gremien oder Geschäftsstellen werden Mitglieder oder Mitarbeiter mit einer anderen Meinung in die Ecke gestellt oder rausgemobbt bis ein vermeintlicher Konzens hergestellt ist. Innerhalb dieser Runden wird dann diskutiert und die wirklichen Bedürfnisse oder Ursachen können nicht mehr analysiert werden. Das Durchdrücken der vorgefertigten Meinungen bleibt am Ende aus Ignoranz für eine Beschlussfähigkeit bestehen.

Konkret zum Bauteil 20

Eine ehrliche Auseinandersetzung mit den eigenen Mitgliedern, den man auch zuhören möchte, wäre eine vorzeigbare Lösung. Auf diese Weise könnten wir auch in einem konkreten Beispiel im Bauteil 20 in unserer Genossenschaft besser verstanden werden und im Einklang handeln.

Häuserzeile 19 bis 19c in der Hilburghauser Str.

Anstatt dessen hat der Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen, auf dem Gelände, das mit Grünflächen und Freifläche für Parkplätze versehen ist, ca. 290 Wohnungen zu bauen. Dreigeschossige Häuser müssen dafür abgerissen werden, die danach durch achtstöckige Hochhäuser ersetzt werden.
Die Begründung, die dafür genannt wird, ist nicht nachvollziehbar. Die Entscheidung wurde mit dem Vorwand gefällt, dass die dreigeschossigen Häuser, durch ein Gutachten belegt, aus Kostengründen nicht mit einer Komplex-Sanierung versehen werden können. Bei der obligatorischen Vorstellungsveranstaltung des Objektes sollte das zur Einschüchterung führen. Im erweiterten Bereich, auf den Grünflächen sollen ebenfalls achtstöckige Häuser hochgezogen werden. Sodass moderne Hinterhöfe entstehen werden.

Bei so wenig Fantasie kann man gleich die Bebauungspläne des vorigen Jahrhunderts aus den Schubladen ziehen. Dort wo man im Schatten, ohne Grünflächen, Baumbestand und bis zu vier Hinterhöfen wohnen musste.

In welche Richtung fährt der Bus vom BWV zu Köpenick
In welche Richtung fährt der Bus vom BWV zu Köpenick

Erst die Wohnungs-Genossenschaften haben Anfang des vorigen Jahrhunderts angefangen wieder für die Menschen mit Grün und Licht zu bauen. Gut zu erkennen in Schmargendorf und Köpenick. Jetzt bekommt man den Eindruck, das Masse statt Klasse oder der Profit auf jeder noch so geringsten Fläche im Vordergrund steht.
Die Verursacher verabschieden sich 10 Jahre später und wir leben in Hinterhöfen.

Mit dem Wissen aus der Vergangenheit kann man sich eigentlich vorstellen, ob sich diese Wohngebäude gut vermieten lassen. Wenn man von Anfang an die Wohnenden oder Wohnungssuchenden mit einbezogen hätte wäre vieles klarer. So regt sich Protest und der ist berechtigt!

Zwei Urgesteine der Vertretersäule verlassen die Versammlung

Ihre letzte Vertreterversammlung am 23. Juni 2015

 

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Gleich zu Beginn der Versammlung begrüßte der Vorsitzende des Aufsichtsrats (links) Herrn Werner Kleist (rechts) per Handschlag und mit einem Blumenstrauß für seine lange und ergiebige Amtszeit

Es gibt sicher auch noch andere Vertreter, die ab der nächsten Wahlperiode nicht mehr in der Vertreterversammlung unserer Genossenschaft sitzen werden. Zwei davon sind der blog-Redaktion aus dem Wahlkreis 1 in Schmargendorf besonders bekannt. Diese beiden haben im Bezirk viele Spuren ihrer ehrenamtlichen Arbeit hinterlassen. Gudrun Rogge war 15 Jahre Mitgliedervertreterin in unserem Bezirk und Werner Kleist hat sich sogar 30 Jahre lang für die Mitglieder eingesetzt. Es gibt Vertreter, die ihr Amt eher unauffällig ausüben oder gar nur auf das Notwendigste beschränken. Diese beiden waren das komplette Gegenteil: Unsere Gudrun und unser Werner waren die Vorbilder für eine aktive Mitgliedervertretung. Sie haben jeden Termin sehr ernst genommen und sich auf vieles akribisch vorbereitet. Texte aus Satzungsänderungen oder anderen Anträgen nicht nur genauestens gelesen, sondern auch immer wieder eigene Anträge gestellt. Sie waren so mutig, sich in der Versammlung mit ihrer Meinung auch gegen den Trend aus Vorstand oder dem Aufsichtsrat zu äußern. Zwei Urgesteine der Vertretersäule verlassen die Versammlung weiterlesen

Die Stimmenauszählung ist abgeschlossen

Mit welchen Teams fährt unser Bus in die nächsten fünf Jahre?

Das Ergebnis ist seit dem 15.06.2015 auf der offiziellen Seite des BWV im geschlossenen Bereich einsehbar. Wer noch sein Passwort hat, kann das komplette Wahlergebnis dort abrufen und nachlesen, welche Mitglieder in der nächsten Vertreterversammlung sitzen werden. Die Wahlbeteiligung lag im Durchschnitt bei nur 26% und leider niedriger als vor fünf Jahren. … |  Die Stimmenauszählung ist abgeschlossen weiterlesen

Ja zur Vertreter-Wahl

Zur Mitgliedervertreterwahl stellen wir ein Video auf die Seite, das auf sympathische Weise erklären möchte, was sich hinter einer Mitglieder-Vertreterwahl verbirgt. Fünf Minuten zurücklehnen, mit angenehmer Musik entspannen und einfach ablaufen lassen.
Wem es gefällt, der kann es auf YouTube  … |  Ja zur Vertreter-Wahl weiterlesen

Kandidaten für die Vertreterwahl

Mehr als 100 Worte,

gab es nicht, um sich für die Wahl in der Papierausgabe des BWV vorzustellen. Da musste man schon sehr oft abwägen, was wieder gestrichen werden konnte, um nur das Wesentlichste zu erfassen. Die Zusammenfassung steht demnächst oder aktuell in dem Magazin der Kandidaten-Ausgabe des BWV zu Köpenick.

Eine komplette Vorstellung folgt nun hier … |  Kandidaten für die Vertreterwahl weiterlesen

Susanne Harmsen

Kandidatenvorstellung aus dem Wahlkreis 7

Portrait der Vertreter des BWV zu Köpenick e.G.

Beruf
freie Journalistin (Diplom-Journalistin)
Ich wohne seit Bezug unserer ersten eigenen Wohnung, 1988, beim Beamtenwohnungsverein, auch wenn dieser erst nach der Wiedervereinigung seine Gebäude zurück übertragen bekam.

Mittlerweile bin ich zweimal umgezogen, aber immer im BWV-Bestand. Von Anfang an haben mich der Schnitt der Wohnungen, das familienfreundliche Umfeld und später auch die sachkundige und am Mieter orientierte Verwaltung überzeugt. Gutes Wohnen ist für unsere Familie mit zwei Kindern einer der wichtigsten Eckpfeiler eines zufriedenen Lebens. Daher möchte ich unterstützen, dass sich in der Genossenschaft weiter alle Bewohner wohlfühlen können und die nachhaltige Bewirtschaftung der Häuser auch künftigen Generationen ein bezahlbares Zuhause sichert.

Monika Flämig

Kandidatenvorstellung aus dem Wahlkreis 1

Portrait der Vertreter des BWV zu Köpenick e.G.Jahrgang 1944

Erlernter Beruf:
Versicherungskauffrau

Zuletzt ausgeübte Erwerbstätigkeit:
Betriebliche Sozialarbeit

Jetzt: Rentnerin

 

Ich wohne seit 1966 in unserer Genossenschaft, mit der Familiengründung zunächst in Marienfelde und seit 1990 in Schmargendorf. Dort arbeite ich seit seiner Eröffnung ehrenamtlich im Nachbarschaftstreff* und biete Aktivitäten** an, die die Menschen zusammenführen. Dabei erfahre ich viel über die Belange unserer Mitglieder und möchte diese weiterhin in die Vertreterversammlung einbringen. Monika Flämig weiterlesen

Jürgen Reichert

Kandidatenvorstellung aus dem Wahlkreis 1

Portrait der Vertreter des BWV zu Köpenick e.G.

Jahrgang 1951

 

Beruf
Dipl.-Ing. (Informationstechnik), Oberamtsrat im
Ruhestand

Hobbys
Garten, Sport, Musik, Reisen

 

Als Vertreter möchte ich Mittler zwischen Mitgliedern und „Genossenschaft“ sein und den Gemeinsinn im gemeinsamen Handeln in den geschaffenen genossenschaftlichen Einrichtungen, wie z. B. dem Nachbarschafts-Treff, unter den Mitgliedern unterstützen und fördern. Gerade in der heutigen Zeit möchte ich die Idee der Genossenschaft mit all ihren Vorzügen in der nachhaltigen Bereitstellung von Wohnraum für die Mitglieder auch inmitten der Großstadt Berlin durchsetzen und erweitern. Hierzu gehören verstärkte Anpassungen der Wohnsituationen an das Alter und dem Wechsel der Generationen unter Beibehaltung der Mietergärten. Jürgen Reichert weiterlesen

Thomas Rohde-Seelbinder

Kandidatenvorstellung aus dem Wahlkreis 1

Portrait der Vertreter des BWV zu Köpenick e.G.

Jahrgang 1961

BWV Historie

Ich bin seit 1985 Mitglied beim BWV zu Köpenick, in dem ich bereits als Kind im Bauteil 20 von Marienfelde groß geworden bin. Mit meiner Frau habe ich inzwischen selber zwei erwachsene Kinder, die in Schmargendorf aufgewachsen sind. Oma und Opa leben bis heute gern in Marienfelde.

Erfahrung als Mitgliedervertreter

Seit 2010 bin ich Vertreter im WK1 und habe dort eine gewinnbringende Zusammenarbeit mit den anderen Vertretern erlebt. Wir haben uns bisher einmal im Monat getroffen und verschiedene Themen und Anträge auf den Weg gebracht.

Ich habe mir in den letzten fünf Jahren einen eMail-Verteiler aufgebaut, um mit meinen Nachbarn besser zu kommunizieren und auch wichtige Informationen oder Themen für die Bauteilbegehungen einzusammeln. Thomas Rohde-Seelbinder weiterlesen