Achtung Schlepper-Nepper …

… Kabel TV- Emp-Fänger

viele von unseren Mitgliedern sind zufrieden mit unserem Kabelangebot. Unsere Geschäftsstelle hat in allen Bauteilen Verträge abgeschlossen, die wir mit unseren Betriebskosten als TV-Empfang bereits bezahlen.

In Schmargendorf gibt es aktuell ein Angebot, das über den analogen TV-Empfang hinaus auch das digitale Basispaket von Vodafon-Kabel Deutschland beinhaltet. Das macht Sinn für all diejenigen, die einen modernen HD-fähigen LED-Bildschirm haben, muss aber mit zusätzlicher Hardware unterstützt werden. Ein Decoder oder ein CI+Modul wird benötigt, um eine Smartcard dort einzuführen. Diese Karte zeigt unserem Anschluss, dass wir berechtigte Empfänger des entsprechenden Tarifpakets sind. Nur für diese Berechtigung müssten unsere Mitglieder, die das bereits in der Grundgebühr verhandelte Angebot nutzen möchten, einen Antrag stellen und eine Unterschrift leisten. Die erforderlichen Geräte werden nur auf Leihbasis herausgegeben und der persönliche Vertrag beinhaltet die Angabe einer Kontoverbindung um einen Verlust dieser Geräte abzusichern. So weit so gut und alles richtig.

Jetzt klopfen für die „Antragsbearbeitung“ aber leider Vertreter an unseren Türen, die gern noch etwas mehr als diese „Formalie“ erledigen wollen. Im Auftrag von Vodafone bzw. Kabel Deutschland sind sie unterwegs und verkaufen ahnungslosen Mitgliedern ohne Computer einen Internetanschluss oder andere „Kommunikationsschnäppchen“, die sie niemals nutzen werden. Diese Vertreter nutzen offensichtlich die Gelegenheit, um die gesamte Produktpalette des Kabel-Anbieters zu verkaufen. Wer die Angebote kennt und weiß wie sie zusammenhängen, wird sie zu unterscheiden wissen. Nur wer dem Geschick von ausgebildeten Vertretern ausgeliefert ist, wird daran glauben, dass alles seine Richtigkeit hat. Noch dazu, weil die Leistung von der Genossenschaft überprüft oder sogar verhandelt wurde.

NEIN, das ist so nicht gemeint! Die Geschäftsstelle hat allen Mitgliedern einen Brief geschrieben. In diesem steht sehr gut beschrieben was verhandelt wurde und warum ein bestimmtes Zusatzgerät per Unterschrift beantragt werden muss. Wer mehr Leistung als dieses Angebot unterschreibt, sollte sich sicher sein, dass diese einen sinnvollen Mehrwert für ihn selber hat.

Nachdem bereits Verträge mit Hilfe eines Mitarbeiters unserer

Nachtrag: unsere Geschäftstelle reagiert bereits mit einem weiteren Informationsangebot. Hier kann sich jeder nochmals beraten lassen oder von Erlebnissen berichten.
Nachtrag: Unsere Geschäftsstelle reagiert bereits mit einem weiteren Informationsangebot am 09.02.16. Hier kann sich jeder der betroffen ist, sich nochmals beraten lassen oder von Erlebnissen in dem Zusammenhang berichten.

Geschäftsstelle noch rechtzeitig innerhalb der Fristenregelung rückgängig gemacht werden konnten, bleibt ein sehr fader Nebengeschmack zurück. Wir in Schmargendorf haben mit Kabel Deutschland einen zufriedenstellenden TV-Empfang und nutzen auch gern noch andere Produkte des Anbieters. Hat es der Aufkäufer Vodafone nötig, sich mit diesem Schuh in der Türschwelle einen Geschäftsvorteil zu verschaffen? Im Tausch gegen Vertrauen? In zwei Jahren wird unter den Wohnungsgenossenschaften ein gemeinsamer Auftrag für den Kabelbetrieb vergeben. Dabei geht es hoffentlich wieder um die Qualität der Bewerber. Nicht um etwas was niemand braucht!

halloWer seine Erfahrungen hier mit uns teilen möchte, kann weiter unter diesem Beitrag einen eigenen Kommentar schreiben. Wir sind gespannt.

3 Gedanken zu „Achtung Schlepper-Nepper …“

  1. Danke für diesen informativen Beitrag, Ich weiss von zwei Nachbarinnen (eine von ihnen ist bereits 93 Jahre alt), dass ihnen etwas verkauft wurde, wofür sie eindeutig keinen „Mehrwert“ zu erwarten hatten.
    In beiden Fällen war die Firma Vodafone problemlos bereit, den Widerruf entgegenzunehmen und den Vertrag zu stornieren.
    Trotzdem denke ich, dass die Werber mit etwas mehr Fingerspitzengefühl auf die Bedürfnisse unserer Nachbarinnen hätten eingehen sollen.

  2. Mir ist bei dieser Vorgehensweise nicht klar, warum der Vertrag mit Vertretern von Vodafone begleitet wird. Es müsste eigentlich ausreichen, wenn in der Post durch den BWV oder durch Vodafone ein einfaches Antragsformular mit den Benutzungsbedingungen „an alle betroffenen Bewohner“ (Achtung Datenschutz) in die Briefpost geworfen wird. In dem Antrag könnte man die Bedingungen als gelesen akzeptieren und auch eine Kontoverbindung nur für den Zweck einer Sicherheit, Kaution oder Grundgebühr ausfüllen. Die Grundgebühr soll wohl in weiteren Verhandlungen dann sogar weggefallen sein. Ob das bestätigt werden kann, weiß ich leider nicht. Mit solch einer Vorgehensweise könnte jeder die endgültigen Papiere zu Hause, in Ruhe in den Händen halten. Wenn nötig noch jemanden im Vertrauen vorlegen, wenn man sich unsicher ist. Man könnte einen benötigten Service ankreuzen, nur wenn dieser für die einzurichtenden Geräte benötigt wird und keine Freunde, Verwandte oder eine gute Nachbarschaft aushelfen kann.
    Eine Kopie gemacht, Briefmarke auf den Umschlag und zurück das Janze!

  3. Ich wurde in der Helgolandstraße von zwei Männern aufgesucht, die von mir eine Unterschrift forderten unter ein Formular, das ich von ferne nicht erkennen konnte. Sie meinten ich hätte doch bereits im Dezember ein Schreiben vom BWV bekommen und müsse nun unterschreiben. Zeit genug zum Nachdenken hätte ich ja wohl gehabt. Ich habe ihnen erwidert, dass ich an der Haustür überhaupt nichts unterschreibe und die Wohnungstür geschlossen. Bei meiner Nachbarin hatten sie später ganz schnell den Fuß in der Tür.
    Bei einem Mitglied in der Sylter Straße ist der Vertreter gleich in die Wohnung getreten, um zu schauen „ob denn der Fernseher überhaupt HD-tauglich“ sei. Niemand muss diese Leute in die Wohnung lassen. Man kann sich eine Telefonnummer geben lassen, unter der man einen Besuchstermin vereinbaren kann, zu dem dann nach Berichten einiger Mitglieder seriöse Gesprächspartner erscheinen.

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