Jahresfazit von Dietmar Königsdorf

Marienfelder Einfalt oder Vielfalt

Die Jahreshauptversammlung im Juni 2019 liegt hinter uns. Der Sommer war heiß und unerbittlich. Etwas Abkühlung brachte den Bewohnern nur unser alter Baumbestand. Da taucht die Frage auf, wie geht es weiter mit den Gremien: Vorstand, Aufsichtsrat und uns als Genossenschaftsmitgliedern.

Was das Bauen und Sanieren anbetrifft, sieht es vordergründig gut aus. Schöneiche wird fertiggestellt werden. Weiterer Neubau auf freien Flächen ist geplant. Leider auch das Bauvorhaben „Marienfelder Vielfalt“. Hier wird auf genehmigte Bebauungspläne der siebziger Jahre keine Rücksicht mehr genommen. Sie werden mithilfe der Politik außer Kraft gesetzt. Unter dem Vorwand, dringenden Wohnungsbedarf abzudecken, werden alte Gesetze außer Kraft gesetzt. Diese Not ist nachvollziehbar aber sie rechtfertigt zur Zeit überall in der Stadt zusätzliche Verdichtungsmaßnahmen (Gentrifizierung). Ohne auf die dort wohnenden Menschen Rücksicht zu nehmen!

Dietmar Königsdorf in seinem Wahlkreis als Bauteilvertreter
Dietmar Königsdorf in seinem Wahlkreis als Bauteilvertreter

Verwundert reiben sich Politiker ihre Augen, wenn es Proteste in sehr unterschiedlichen Formen gibt. Diejenigen, die sich zur Wehr setzen, werden mit starken Kraftaufwand der Medien verteufelt. Politisch Andersdenkende und damit ca. 20% der Bevölkerung werden als undemokratisch verteufelt. Mich erinnert das an die 80iger Jahre, wo die heutigen „Grünen“ sich von der SPD abspalteten, weil es nicht mehr ihr Zuhause war. Kein Mensch wollte mit ihnen politisch etwas zu tun haben. Vergessen sind die Worte von Willy Brand: „Mehr Demokratie wagen“. Zu dieser Zeit gab es einen Run in die Organisationen und einen geballten Widerstand. Heute werden Menschen, die eine andere Meinung vertreten, vorzugsweise durch polarisierende Äußerungen bekämpft. Andersdenkende werden in den Medien lächerlich gemacht oder als unglaubwürdig gekennzeichnet, als ob sie für eine verfehlte Wohnungspolitik die Schuld tragen. Sie wollen einfach nicht noch mehr zusammen rücken müssen und auf Häuserwände blicken, wenn sie zukünftig aus ihren Fenstern schauen.

Nicht zuhören wollen, was die Menschen bedrückt oder wie sie wohnen wollen ist kein ehrliches Miteinander. In den verantwortlichen Gremien oder Geschäftsstellen werden Mitglieder oder Mitarbeiter mit einer anderen Meinung in die Ecke gestellt oder rausgemobbt bis ein vermeintlicher Konzens hergestellt ist. Innerhalb dieser Runden wird dann diskutiert und die wirklichen Bedürfnisse oder Ursachen können nicht mehr analysiert werden. Das Durchdrücken der vorgefertigten Meinungen bleibt am Ende aus Ignoranz für eine Beschlussfähigkeit bestehen.

Konkret zum Bauteil 20

Eine ehrliche Auseinandersetzung mit den eigenen Mitgliedern, den man auch zuhören möchte, wäre eine vorzeigbare Lösung. Auf diese Weise könnten wir auch in einem konkreten Beispiel im Bauteil 20 in unserer Genossenschaft besser verstanden werden und im Einklang handeln.

Häuserzeile 19 bis 19c in der Hilburghauser Str.

Anstatt dessen hat der Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen, auf dem Gelände, das mit Grünflächen und Freifläche für Parkplätze versehen ist, ca. 290 Wohnungen zu bauen. Dreigeschossige Häuser müssen dafür abgerissen werden, die danach durch achtstöckige Hochhäuser ersetzt werden.
Die Begründung, die dafür genannt wird, ist nicht nachvollziehbar. Die Entscheidung wurde mit dem Vorwand gefällt, dass die dreigeschossigen Häuser, durch ein Gutachten belegt, aus Kostengründen nicht mit einer Komplex-Sanierung versehen werden können. Bei der obligatorischen Vorstellungsveranstaltung des Objektes sollte das zur Einschüchterung führen. Im erweiterten Bereich, auf den Grünflächen sollen ebenfalls achtstöckige Häuser hochgezogen werden. Sodass moderne Hinterhöfe entstehen werden.

Bei so wenig Fantasie kann man gleich die Bebauungspläne des vorigen Jahrhunderts aus den Schubladen ziehen. Dort wo man im Schatten, ohne Grünflächen, Baumbestand und bis zu vier Hinterhöfen wohnen musste.

In welche Richtung fährt der Bus vom BWV zu Köpenick
In welche Richtung fährt der Bus vom BWV zu Köpenick

Erst die Wohnungs-Genossenschaften haben Anfang des vorigen Jahrhunderts angefangen wieder für die Menschen mit Grün und Licht zu bauen. Gut zu erkennen in Schmargendorf und Köpenick. Jetzt bekommt man den Eindruck, das Masse statt Klasse oder der Profit auf jeder noch so geringsten Fläche im Vordergrund steht.
Die Verursacher verabschieden sich 10 Jahre später und wir leben in Hinterhöfen.

Mit dem Wissen aus der Vergangenheit kann man sich eigentlich vorstellen, ob sich diese Wohngebäude gut vermieten lassen. Wenn man von Anfang an die Wohnenden oder Wohnungssuchenden mit einbezogen hätte wäre vieles klarer. So regt sich Protest und der ist berechtigt!

Boden ist Allgemeingut

Bodenlos

Boden ist Allgemeingut. Die Theorie aus einer Gerichtsentscheidung des Bundesverfassungsgerichts von 1968.
Die Tatsache, dass der Grund und Boden unvermehrbar ist, verbietet es, seine Nutzung dem unübersehbaren Spiel der Kräfte und dem Belieben des Einzelnen vollständig zu überlassen. Gemeint ist das Spekulieren mit Immobilien und die Preistreiberei, die sich daraus entwickelt hat. Am Ende werden Menschen aus dem Stadtkern der Ballungsräume vertrieben, weil sie sich die Mieten nicht mehr leisten können.

ARD Mediathek Titel, Thesen Tempramente: Bodenlos
Leider nur online bis zum 6.5.19
Wer von unseren Mitgliedern an einer Aufnahme des Beitrags interessiert ist, schreibt mich bitte an.

An dieser Stelle möchten wir darauf hinweisen, dass die geschilderte Situation in diesem Ausmaß nichts mit unserer Genossenschaft zu tun hat. Im Gegenteil, wir könnten sogar damit werben und aufzeigen welchen Sinn es macht, in einer Wohnungsgenossenschaft Mitglied zu werden. Die Genossenschaften sollten darum nicht zu den selben Methoden greifen und ihre Flächen durch Wohnraumverdichtung verstümmeln.
Es ist auch riskant, den angestiegenen Mitspiegel für ein unabhängiges Maß zu halten. Der Mietspiegel wird von der Gier des Marktes in den zukünftigen Erhebungen einfließen.

Beitrag aus der Sendung

Der Boden dürfe nicht länger das Privateigentum Einzelner sein, fordern die Münchner Stadtbaurätin Christine Thalgott und die „Münchner Initiative für ein soziales #Bodenrecht“. „Der Boden ist kein Gut wie jedes andere.” #Bodenpolitik

ttt – titel thesen temperamente: “… Die Wohnungs- und Immobilienpreise steigen, immer mehr normal verdienende Menschen können sich das Wohnen in der Stadt nicht mehr leisten. „ttt“ im Gespräch mit dem Stararchitekten David Chipperfield und mit Christine Thalgott von der „Münchner Initiative für ein anderes Bodenrecht“. Die Sendung war am Sonntag, 6. Mai, um 23.05 Uhr im Ersten zu sehen.

Die Wohnungs- und Immobilienpreise steigen in unseren Städten unaufhörlich. Wohnraum – ganz gleich ob Miet- oder Eigentumswohnungen – wird für einen wachsenden Teil der Bevölkerung unerschwinglich. Spekulanten, nationale und internationale Investmenttrusts tummeln sich auf den Immobilienmärkten und fahren fantastische Renditen ein, während immer mehr normal verdienende Menschen sich das Wohnen in der Stadt nicht mehr leisten können. David Chipperfield, einer der gefragtesten Architekten weltweit, sagt, es ginge gar nicht mehr ums Wohnen, sondern nur noch ums Investment. Wohnungen und Häuser stehen leer, ihr steigender Wert werde nur noch zur Vermögensentwicklung benutzt. Er fragt sich: „Sollen wir [Architekten] uns wirklich noch den Kopf über die Gestaltung von Treppenhäusern zerbrechen, während draußen das Monster weiter wächst?“ Die entfesselten Bodenmärkte entfalteten eine zersetzende Wirkung auf den sozialen Zusammenhalt der Stadtgesellschaft.

Nun regt sich in Deutschland prominenter Widerstand. Die „Münchner Initiative für ein anderes Bodenrecht“, zu der unter anderem Hans-Jochen Vogel und die ehemalige Münchner Stadtbaurätin Christine Thalgott gehören, fordert in einer bundesweiten Diskussion dazu auf, in Deutschland eine radikal andere Bodenpolitik einzuführen. „Der Boden ist kein Gut wie jedes andere. Vergleichbar Wasser und Luft ist er unverzichtbar für das menschliche Dasein. Boden ist zugleich unvermehrbar. Daher verbietet es sich, Boden dem freien Marktgeschehen zu überlassen. Unsere Verfassung betont die Gemeinwohlbindung des Eigentums. Beim Boden ist dem in besonderer Weise Rechnung zu tragen.“ So weit die Initiative in ihrem Münchner Aufruf für eine andere Bodenpolitik. Die bisherige sei der Dreh- und Angelpunkt der steigenden Immobilienpreise; der Boden könne nicht länger das Privateigentum Einzelner sein, fordern die Initiatoren. … .”

Quelle

Jubiläum im Nachbarschaftstreff

10 Jahre NaTreff in Schmargendorf

Es wird gefeiert, auch wenn die ursprüngliche Idee des ersten Nachbarschaftstreffs in unserer Genossenschaft kaum noch wiederzuerkennen ist. Wo Ehrenamt stattfindet oder sich soziale Hilfestellungen verbreiten sollten, werden die Räumlichkeiten immer mehr für „Events“ oder handfeste Nebentätigkeiten genutzt.

Unsere ehrenamtlichen Mitglieder in Schmargendorf möchten das Jubiläum trotzdem feiern oder erst recht deswegen begehen. Vielleicht kann man auf der einen oder anderen Veranstaltung den Ursprung der Idee in den Vordergrund stellen.

Das gesamte Programm kann hier in dieser >> KLICK << pdf-Datei eingesehen werden.

Zeitplan & Themen elekt. Mediengeräte

Hilfestellung für elektronische Medien

= Software & Geräte =

Einmal monatlich Montags um 18Uhr im NaTreff im „Grünen Salon“.

Vergangene und zukünftige Themen der Medien-Workshops in einem Zeitplan. Änderungen sind kurzfristig möglich und sollten mindestens eine Woche vor einem anstehenden Termin hier zur Kenntnis genommen werden! Wer ein eigenes Gerät oder ggf. einen PC (Laptop) mitbringen kann, sollte das machen. Ggf. auch Logins mit entsprechenden Passwörtern dabei haben!

Eine Teilnehmerliste hängt im Natreff aus. Wenn vorhanden bitte eure Mailadresse dort eintragen. Anmeldungen werden auch hier angenommen. Eine Bestätigung erfolgt dann zeitnah! Zeitplan & Themen elekt. Mediengeräte weiterlesen

Hilfestellung für elektronische Mediengeräte

Einmal monatlich im Nachbarschaftstreff von Schmargendorf

Am 18.07.16 um 18Uhr startete unser erster Workshop des neuen Angebots im Nachbarschaftstreff von Schmargendorf. Gemeinsam mit Bernhard Kleist und Thomas Rohde-Seelbinder.

In den nächsten Monaten werden wir ein Angebot von verschiedenen Themen auslegen. Hilfestellung für elektronische Mediengeräte weiterlesen

Ein interessanter Kandidat für den Aufsichtsrat

Hans Dabel stellt sich zur Wahl

Hans Dabel. Handball-Trainer seit seinem 17. Lebensjahr
Hans Dabel. Handball-Trainer seit seinem 17. Lebensjahr

Dieses hat Hans Dabel am Freitag allen Mitglieder-Vertretern schriftlich mitgeteilt. Es geht um die Kandidatur für einen Aufsichtsratssitz des Beamten-Wohnungs-Verein zu Köpenick e.G.
Weil sich eine Kandidatur, wie die von Hans Dabel, für uns sehr interessant anhört, hat Thomas Rohde-Seelbinder ihn am Montag bei seiner Tätigkeit im Sportverein besucht, um ihn einmal genauer kennen zu lernen. Neben einem Gespräch, konnte er Hans Dabel beim Training und seiner ehrenamtlichen Arbeit mit Jugendlichen beobachten. Ein interessanter Kandidat für den Aufsichtsrat weiterlesen

Der besondere Film

Eine Auslese von besonderen Filmen,

wird jeweils am 3. Donnerstag eines Monats, in einem privat anmutenden Kreis gezeigt (geschlossene Gesellschaft). So wie es laut den Regeln der GEMA erlaubt ist.

Beginn: 19:00 Uhr im Nachbarschaftstreff Schmargendorf mit anschließender Diskussion.

Bitte bei Monika anmelden! Der besondere Film weiterlesen

Fahrrad-Frühjahrescheck 2016 mit Warteschlange

Fahrradcheck 2016 mit großem Andrang

Im letzten Jahr, als der Frühjahrescheck wegen eines verlängerten

Frühjahrescheck 2016
Belebter Frühjahrescheck 2016

Ferienwochenendes nur wenig Besucher hatte, haben wir den Zeitpunkt diesmal offensichtlich genial platziert. Der Frühjahrescheck hat sich nicht nur herumgesprochen, sondern wurde hervorragend beworben. Das Genossenschafts-Magazin der Geschäftsstelle lag frisch mit einem Ankündigungs-Beitrag eine Woche vor dem Termin in unseren Briefkästen. Zusätzlich hat der BWV ein Infoblatt in allen Aufgängen in Schmargendorf aushängen lassen. Fahrrad-Frühjahrescheck 2016 mit Warteschlange weiterlesen

Besichtigung des Park Gleisdreieck

Spaziergang im Kiez 2016

Die Route 60 führt uns am 17.05.16 nach Kreuzberg zum Park Gleisdreieck. Eine Wanderung von der Yorckstraße Richtung Potsdamer Platz. Größere Kinder können gerne mitkommen. Wir besuchen dann auch die Spielplätze auf dem Weg. Besichtigung des Park Gleisdreieck weiterlesen

Die Sanierungsarbeiten im BT20 haben begonnen

Der Startschuss fiel heute mit dem Abtrennen der Geländer an den französischen Balkonen

Viele von den Bewohnern sind schon sehr aufgeregt. Ob vor Freude oder Sorge vor dem was auf sie zukommt, hält sich die Waage. Wir haben bereits in einem anderen Beitrag die Sanierung thematisiert. Wer uns dazu etwas schreiben möchte oder diesen Beitrag einfach nur kommentieren will, kann das hier gerne machen. Positive Aspekte sind genauso interessant wie negative. Vielleicht kann der Vertreterblog sogar zu Lösungen der möglichen Probleme anregen.

Sobald die Toiletten oder sogenannte „Dixi-Klos“ unten aufgestellt sind, werden sehr bald die ersten Bäder und auch Toiletten abgerissen. Die Sanierungsarbeiten im BT20 haben begonnen weiterlesen

Mitgliedervertreter des BWV zu Köpenick moderieren hier das Leben & wohnen in ihrer Wohn- Genossenschaft in Berlin